Werner Pawlok

Ausstellung vom 19.02.2010 – 20.05.2010

Thema Sie wirken wie Gemälde, diese zerfließenden, formverlorenen Visionen von Stadtansichten, und das sollen sie auch. Ihren Ursprung haben die “Moving Cities” in realen Momentaufnahmen, die durch die Bearbeitung eine Essenz des Urbanen herausfiltern – persönliche Eindrücke einer sich in ständiger Bewegung befindenden, modernen Metropolis.


Hintergrund Schon in seinen “Photography Paintings” bewegte sich Werner Pawlok an der Schnittstelle zwischen Fotografie und Malerei. In dieser weithin beachteten Serie arbeitete er mit Großbild-Polaroids, um poetische Porträts zu entwerfen, Solitäre morbider Schönheit. Später übertrug er mithilfe der “Transfer-Technik” seine Aufnahmen auf Leinwände. Schriftsteller und Schauspieler, Models und Modedesigner folgten seinen Inszenierungswünschen – und setzten sich Ringblitzen (“views of literature”), Performances (“five days in Paris”) oder theatralischen Verwechslungsspielen (“stars & paints”) aus.
“Ich fotografiere, weil ich als Maler an meine Grenzen gestoßen bin”, sagt Werner Pawlok und hat doch mit seinen künstlerischen Fotoarbeiten längst die Grenze zur Malerei durchstoßen. Bei den “Moving Cities”, deren Grundlage ein Schnappschuss ist, werden die Pixel zu opaken Farbfeldern, die Bewegung zur schemenhaften Ahnung des Lebendigen: “Der Moment lebt weiter, er ist in eine neue Dimension eingetreten.” Und so sind die “Moving Cities”, die in der G3 Gallery ihre erste Einzelpräsentation erleben, “schnörkellose Augenblicke” einer Stadt, die New York ist, aber die auch stellvertretend für jedes dynamisch-urbane Gefüge unserer Gegenwart stehen können – Signifikanten für die Idee von Stadt.


Der Fotograf Werner Pawlok, geboren 1953 in Stuttgart, ist einer der großen Namen der Fotoszene Deutschlands. “Was ist ein Pawlok?” sinniert er gern, wenn es um die Frage nach seinem Stil geht… Ob für Werbekunden wie Nike, Sony und Absolut Vodka, bei Editorials für Stern, Vogue und AD oder in seinen zahlreichen Celebrity-Shots – ein Pawlok lässt sich nicht festlegen, er wählt die Technik, die ihm die Idee des Projekts am besten umzusetzen scheint. “Ich mache nichts, was mir keinen Spaß macht”, dieses Motto kommt noch hinzu. Seine künstlerischen Arbeiten, die oft auf Reisen entstehen, durch Synergien mit oder auch völlig losgelöst von seinen kommerziellen Aufträgen haben mittlerweile ein Eigenleben entwickelt und wurden bereits in der ganzen Welt ausgestellt. Mehr Informationen unter: www.pawlokworks.com